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5000 Solarparkplätze bis 2025

Ausgangslage.

Projektwettbewerb Verwendung TKB Millionen: Aus dem Börsengang der Thurgauer Kantonalbank (TKB) im Jahr 2014 verfügt der Kanton Thurgau über besonderes Eigenkapital von 127.2 Mio. Franken. Damit sollen ab 2022 Grossprojekte (> 2 Mio. Franken Fördergeld) und Kleinprojekte (Fr. 50’000 bis 2 Mio. Franken Fördergeld) gefördert werden. Der Kanton realisiert keine Projekte, sondern unterstützt diese durch einen finanziellen Beitrag.

Informationen

Treibhausgase drastisch senken.

Nachhaltige Projektidee: 5000 Solarparklätze mit Ladestationen im Kanton Thurgau bis 2025. 25 Millionen für nachhaltige und erneuerbare Mobilität im Kanton Thurgau.

Pressemitteilung vom 29. Juni 2020.

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Dringender Handlungsbedarf im Verkehrssektor.

Marco Rüegg, Unternehmer und Kantonsrat Grünliberale Thurgau

Etwa ein Drittel der Treibhausgasemissionen stammen vom privaten Verkehr. Somit trägt der private Verkehr wesentlich zur Klimaerwärmung bei. Zwar gehen die Emissionen von Fahrzeugen seit einigen Jahren leicht zurück, doch dies reicht bei Weitem nicht aus. «Es braucht eine flächendeckende Umstellung auf emissionsarme Technologien», ist Rüegg deshalb überzeugt. Als bekennender Elektroautofahrer und Solarstromproduzent wisse er, dass die Umstellung sogar mit Komfortgewinn möglich ist. Der Kanton Thurgau erstellte einen Grundlagenbericht zu den Chancen der Elektromobilität (Download PDF). Darin wird empfohlen, dass der Kanton auf Elektromobilität setzen soll, um die Treibhausgase zu reduzieren und die Klimaziele zu erreichen. Zudem helfe die Elektromobilität Luftschadstoffemissionen lokal zu senken und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu verringern. 40% aller Fahrzeuge sollen bis 2035 elektrisch auf den Kantonsstrassen unterwegs sein. Die jährlichen CO2-Emissionen könnten halbiert werden. Der Strombedarf für das Laden der Fahrzeuge würde aber um 10% gegenüber 2015 steigen. Für den Präsidenten der Solargenossenschaft Frauenfeld ist klar: «Der Strom für Elektroautos muss von der Sonne kommen».

Zu Hause wird meist mit Netzstrom in der Nacht geladen.

Aus eigener Erfahrung weiss Rüegg, dass ein Elektroauto meist am Feierabend zu Hause ankommt und dann die montierte Photovoltaikanlage nur noch wenig Strom liefern kann. So werden die meisten Elektrofahrzeuge in der Nacht mit «billigem» Strom aus dem Netz geladen. «Dieser Nachtstrom kommt vorwiegend aus Atomkraftwerken», weiss der Energiewirtschafter. Die Situation wird entschärft, wenn ein Batteriespeicher (Link: Forum Energiespeicher Schweiz) im Keller installiert ist. Um ein Elektroauto komplett über Nacht aus der Kellerbatterie zu laden sei jedoch eine grosse und teure Batterie nötig.

5000 Solarparkplätze bis 2025.

Genau hier setzt Rüeggs Idee an. Der Solarstrom müsse zu den Autos gebracht werden. Auf öffentlichen und gewerblichen, meist grossen Parkflächen schlummere ein riesiges Potenzial. Durch die Überdachung der Flächen mit Photovoltaikanlagen und die Installation von bidirektionalen Ladestationen könnten Elektrofahrzeuge geladen und entladen werden, je nach Wetter und Netzsituation. Eine Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften und der Werkbetriebe Frauenfeld kam bereits vor zehn Jahren zum Schluss, dass sich die Überdachung von Parkplätzen auszahlen würde. «Um die Klimaziele zu erreichen müssen wir so rasch als möglich von den fossilen Energien wegkommen», ist Rüegg überzeugt, und er hofft auf einen Teil der TKB-Millionen für dieses nachhaltige Ziel.

Solarfaltdach von SAK auf Parkplatz der Luftseilbahn Jakobsbad-Kronberg AG. Quelle: https://dhp-technology.ch/referenz/das-erste-solarfaltdach-horizon-ueber-einer-parkflaeche-steht-im-appenzellerland/

Mitmachen.

Wenn Sie die Projektidee mit Ihrer Stimme unterstützen wollen, können Sie sich bei Marco Rüegg melden. Er führt eine Liste mit unterstützenden Organisationen und Persönlichkeiten.

Supporter.

Organisationen.

dhp technology AG, 7205 Zizers

Fairpower AG, 8180 Bülach

Solargenossenschaft Frauenfeld, 8547 Gachnang

Persönlichkeiten.

Franz Baumgartner, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Programme Director, BSc Energy and Environmental Engineering

Thomas Böhni, Alt-Nationalrat Grünliberale Thurgau, Unternehmer

Roland Büchi, Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften, Leiter Abteilung für Informatik, Elektrotechnik und Mechatronik

Michael Haldemann, Vorstandsmitglied Grünliberale Thurgau

Decio Kishi De Oliveira, Business Developer

Philipp Naumann, Unternehmer

Stefan Leuthold, Kantonsrat Grünliberale Thurgau, Unternehmer

Andreas Schelling, Präsident Grünliberale Bezirk Frauenfeld

Bernd Schmid, Ingenieur

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